Das bedeutet Digitalisierung

Digitalisierung ist in aller Munde. Sie bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen und Privatpersonen, spart Kosten und verbessert Leistungen. Inzwischen hat dieses Thema den Status eines eigenen Wirtschaftszweiges erreicht. Doch was ist Digitalisierung eigentlich genau?

Umwandlung von analog in digital

Einfach formuliert, handelt es sich um eine Umwandlung analoger Daten in ein digitales Format, welches mit verschiedenen Endgeräten wie Smartphones, Tablets, Notebooks, PCs und anderen Klein- und Großgeräte ausgegeben und/oder weiterverarbeitet werden kann. Dabei werden verschiedenste Dateiformate genutzt, die sich je nach Verwendung deutlich unterscheiden können. Sie können sowohl selbst auf einem Betriebssystem laufen, beispielsweise Dateien im .exe-Format auf Windows, oder aber andere spezielle Programme benötigen, um geöffnet werden zu können. Dabei handelt es sich in einem einfachen Beispiel um Textdateien im .docx- (Microsoft Office Word) oder .txt-Format (Windows Texteditor).

Diese Umwandlung kann dabei in allen Bereichen stattfinden, also sowohl privat, in Unternehmen, zwischen Privatleuten und Firmen, in Kunst, Kultur und Regierungen. Inzwischen ist ein Wandel allerdings nicht mehr zwingend nötig, denn auch Daten, die früher analog erfasst und heute direkt digital erfasst sowie bearbeitet werden, gehören dazu. Ebenfalls zum Thema werden Leistungen und Produkte gezählt, die es zwar noch nie in analoger Form gab, die allerdings auf revolutionären digitalen Datenverarbeitungen basieren.

Beispiele für die Digitalisierung

Ein sehr einfaches Beispiel für Digitalisierung ist die Erfassung von Daten nicht mehr in Papierform, sondern in einem Personal Computer oder anderem Endgerät. Dasselbe gilt für Bücher, Benutzerhandbücher, Anleitungen und ähnliches, welche beispielsweise über einen eBook-Reader gelesen werden können. Ein für Unternehmen typisches Beispiel ist die Abwicklung von Steuererklärungen über das Programm Elster. Ein anderes Beispiel, mit dem jeder bereits in Kontakt kam, ist die Umwandlung analoger Karten in Navigationsgeräte oder -software.

In Unternehmen haben sich die Kommunikationsmittel sowohl intern als auch gegenüber Kunden grundlegend geändert. Nach einer langen Zeit mit Briefen und Telefonaten wurden zunächst Faxe eingesetzt, ehe später E-Mails genutzt wurden. Inzwischen setzen immer mehr Firmen auf Gespräche oder Datenübertragungen über Messenger-Dienste wie WhatsApp. Akten, Unterlagen und ähnliches werden ebenfalls häufig digital aufbewahrt und die komplette Lohnabrechnung von entsprechenden Programmen übernommen. Durch Cloudsysteme müssen Daten zudem nicht mehr verschickt werden, sondern sind, je nach Zugangsberechtigung, über das Internet oder ein Intranet verfügbar.

Ein für einen größeren Kundenstamm inzwischen interessantes Produkt ist der 3D-Drucker. Mit diesem können diverse Objekte gedruckt werden, welche früher einen teilweise aufwändigen Fertigungsprozess bedurft hätten. So können diverse am Computer entwickelte Modelle, beispielsweise Fahrzeuge, in einer meist verkleinerten Version in kürzester Zeit und mit höchster Präzision hergestellt werden. Spezielle Kundenaufträge, die sich vom Massenmarkt unterscheiden, sind ebenfalls einfacher, kostengünstiger und schneller zu realisieren. In Zukunft könnte es zudem möglich sein, dass nur noch Konstruktionspläne an Endkunden verkauft werden und diese das Produkt mit dem 3D-Drucker selber herstellen. Ein eigener Fertigungsprozess sowie Aufbewahrung und Logistik sind dann nur noch minimal nötig. Aufgrund des hohen Preises eines solchen 3D-Druckers ist dies allerdings aktuell noch nicht möglich.

Möglichkeiten der Digitalisierung

Daten digital statt analog zu erfassen oder zu verarbeiten ist nur eine einfache Möglichkeit. Sie vergünstigt häufig den Prozess, bietet aber ansonsten kaum Vorteile. Deshalb stellt sich die Frage, wie die digitalisierten Daten genutzt werden und welche Möglichkeiten sich ergeben. Häufig ist eine Verknüpfung untereinander möglich, wodurch neue Möglichkeiten bei den Themen Prozessoptimierung, Kostenverringerung, Effizienssteigerung und anderes erreicht werden können. Big Data ist hier ein oft genutzter Begriff. Zudem ist es aus Kundenbindungssicht interessant, da etablierte Firmen mit digitalen Revolutionen ein zumindest vorübergehendes Alleinstellungsmerkmal entwickeln können und zudem als äußerst innovationsfreudig wahrgenommen werden. Teilweise basieren ganze Produkte allein auf diesem Thema.

Beispiele für besonders innovative Einsätze bietet die Transportindustrie, bei denen von der Verpackung bis zur Fahrt beispielsweise von Schwerlasttransporten alles am PC oder sogar über eine virtuelle Realität geplant wird. Werden verschiedene Kunden angefahren, beispielsweise bei Paketdiensten oder der Müllabfuhr, lassen sich die abwechselnden Routen durch ein automatisches System planen und an ein Navigationsgerät überspielen. Damit handelt es sich um ein sehr gut zu Ende gedachtes, klassisches Beispiel der digitalen Revolution: Karten und manuelle Planung werden in einem ersten Schritt digitalisiert, dann miteinander verknüpft und automatisiert. Diese neue Variante spart Zeit und somit einen Großteil an Kosten.

Insgesamt gibt es zahlreiche Beispiele, wie die digitale Revolution funktioniert und welche Vorteile sie bringt. Um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte sich jedes Unternehmen mit diesen Chancen auseinandersetzen.